Miss Bexter's royale Gedanken

Das Leben ist ein Kaiserschmarrn...

02 November 2009

Klimawandel....

... ist dann, wenn der Mann nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, seine Schuhe auszieht und mit gerümpfter Nase sagt: "Im Leben eines Schuhes kommt mal der Tag, an dem sein Klima kippt."

Ich lasse das mal so stehen ;-)

29 Oktober 2009

Kleinigkeiten

Im Leben eines Kleinkindes zählt jeder Millimeter. Mein Kleinkind hat seinen Aktionsradius spontan erweitert, nachdem es innerhalb von 4 Wochen um einen Zentimeter gewachsen ist. Ich habe diese Veränderung nicht daran gemerkt, dass ich mein Kind vermessen habe, sondern daran, dass ich beim Pinkeln plötzlich im Dunkeln saß. Weil der Spross jetzt an den Lichtschalter kommt.

Toll.

03 September 2009

So ist das also....

... wenn man Mutter eines "Terrorkindes" ist;
Das unsere Tochter einen starken Willen hat, wissen wir schon lange. Aber die letzten Tage sind doch sehr anstrengend geworden. Unser Kind zeigt seinen Unwillen nicht stetig steigernd, sondern schaltet von "gut gelaunt" auf "total hysterisch" in 0,153 Sekunden. Mittlerweile gehe ich mit einem sehr unguten Gefühl zusammen mit meiner Tochter einkaufen. Bisher war es so, dass L. im Einkaufswagen sitzen sollte und ICH einkaufe. Allerdings hat sich die Sache so entwickelt, dass ich den Wagen geschoben hab, und L. saß vorne im Wagen drin (nicht in dem für Kinder vorgesehen Sitz) und hat die Einkäufe wieder über Bord geworfen. Dies führte zu hysterischen Anfällen meinerseits.
Heute haben wir was Neues ausprobiert: Ich brauchte nur 1-3 Teile aus dem Supermarkt und hab gedacht, wir machen das ohne Einkaufswagen, das ist entspannter. Nun ist es aber so, dass man im Eingangsbereich an den Kindereinkaufswagen vorbei muss, und das hat L. direkt gemerkt. Es kam, wie es kommen musste, und L. ist glücklich und voller Eifer mit ihrem Wagen losgestapft. Im Eiltempo durch die Gemüseabteilung, am Tchibostand vorbei und zielstrebig aufs Joghurtregal zu. Wir haben dabei zwei vor Entzücken entrückte Damen überholt. In der Kühlabteilung haben wir "eingekauft" und wollten eigentlich (ICH wollte eigentlich) zur Kasse. Und da fing es an, das Drama, denn L. wollte durchaus noch durch die Konservenabteilung. Na gut, warum nicht, drehen wir halt noch ne Runde. Also wieder an der Kühlabteilung (und den belustigten Damen, die mittlerweile beim Käse angelangt waren) vorbei, mit Schwung um die Ecke und Richtung Kasse - dachte ich. Aber L. war noch nicht fertig mit einkaufen. Also drehten wir die 2. Runde durch die Konservenabteilung, um wiederum an der Kühltheke (und den nun mitleidig lächelnden Damen - mittlerweile in der Nähe der Getränkeabteilung) vorbei zu laufen. Im Einkaufswagen lagen nun eine Packung Bacon und 2 Päckchen Pfefferonen mild pikant, also alles in allem akzeptabel. Aber jetzt wollte ich wirklich zur Kasse und habe es geschafft, meine Tochter an der Kühltheken-Schikane vorbei zu lotsen.
Am Nadelöhr "Kassenweg" spitzte sich die Lage zu. Ich wollte zum Ende kommen, L. natürlich nicht. Es gab das erste Geschrei mit kurzem Wutanfall (Mama hauen, laut schreien, mit den Füßen stampfen, den Wagen schleudern...), was natürlich die Blicke der 2 Damen auf uns zog, die nunmehr in Sicht-und Hörweite an der Fleischtheke standen. Was tun? Um die Situation zu entschärfen, habe ich L. einen Einkaufsbummel durch die Keksabteilung erlaubt und ihr gleich die Vorzüge von Vollkornkeksen erläutert, das war toll und für Mama gabs ne Rolle Prinzenrolle obendrauf ;-) Aber dann kam das Schlimme.
Ich hatte beschlossen, dass nun endgültig Schluss sein muss und steuerte L.'s Wagen zur Kasse. Was nun passierte, kann man in jedem schlechten Frauenroman, in vielen Erziehungsratgebern und vor allem im Tratschclub der ewigen Singlefrauen erfahren. Ich schweige mich darüber aus und hoffe, dass der ein- oder andere geneigte Leser ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Die 2 Damen haben dieses Ereignis jedenfalls mit eiserner Miene gewürdigt und sind umständlich mit Ihrem Wagen an mir und meinem auf dem Boden liegenden Motzkind vorbei marschiert. Ich hatte mittlerweile aufgehört, auf meine Tochter beruhigend einzureden, denn ihr Geschrei war nicht zu übertönen. Habe die Sache im wahrsten Sinne ausgestanden, und letztendlich waren wir dann doch auf dem Heimweg - allerdings mit einer Schachtel Zigaretten für Mama im Gepäck.

Es ist schon merkwürdig, wenn man plötzlich Familie hat....

29 August 2009

Lieber Großimperator,

Betrachte nicht müßig den Steinhaufen,
sondern frage Dich,
wen Du damit bewerfen kannst!!!!
(Persisches Sprichwort)


Meine Güte, die Brocken wurden Dir auf dem Silbertablett serviert - also mach was draus! BITTE!

Hochachtungsvoll,
Eure Royalität

07 August 2009

Kleine Wunder

Manchmal kommt es einem so vor, als befände man sich in einer Dauerschleife des Stresses.
Man kommt einfach nicht zur Ruhe, ist gefangen im alltäglichen Wirrwarr, verbummelt Geburtstage, verwechselt Wochentage, kommt einen Tag zu früh zur Party.
Telefonate werden immer wieder verschoben, die Danksagungen für die Hochzeit hat man noch immer nicht entworfen, und man fällt vermeintlich bei allen in Ungnade.
Nebenan hängt der Haussegen schief, gegenüber auf dem Schotterplatz finden fast jeden Abend Assi-Treffen statt, und man hat unsagbar blöde Refrains im Ohr.
Man will ein Haus kaufen, streßt sich deshalb mental, dreht sich finanziell im Kreis, wägt alle Möglichkeiten ab.
Die pflegebedürftige Omi darf nicht zu kurz kommen, man gleicht die Schlafenszeit des Kindes mit der Besuchszeit der Omi ab, flitzt anschließend noch schnell zum Supermarkt, erledigt den Haushalt oberflächlich.
Nebenbei plant man noch eine Überraschungsparty, erledigt diverse Pflichtbesuche und versucht, sich nicht übermäßig über Straßenlärm und den Zigarettenqualm der Leute, die unter einem wohnen, zu ärgern.
Die Putzfrau, für die man in unserem Mehrfamilienhaus ungefragt mitzahlen darf, schiebt den Dreck von links nach rechts, bis zum Trockenkeller kommt sie meist gar nicht.
Irgendwer sortiert seinen Müll ständig falsch ein, fremde Egoisten parken den hauseigenen Parkplatz zu, und überhaupt, man müßte im eigenen Garten mal wieder Rasen mähen und Unkraut zupfen...

Und dann stirbt die Omi.

Und einen Moment lang ist alles ganz weit weg.

Die Prioritäten werden unmerklich neu sortiert, und man fragt sich, was man da eigentlich die ganze Zeit gemacht hat.

Ich sitze auf meinem Balkon, das Kind schläft schon, und ich trinke Sekt, einfach so.
So kann ich die abendliche Stimmung genießen. Und plötzlich ist alles anders.
Der Straßenlärm, in diesem Fall ein eifriger Bauer, der sein Stroh einbringt, ist nur einfach das, was es ist: ein Traktor mit Anhänger, der durch die Straße fährt.
Der Familienstreit nebenan ist auch nur ein Streit, der vielleicht längst überfällig war und morgen schon vergessen ist.
Falsch sortierter Müll, dreckige Trockenkeller, Unkraut im Garten - mein Gott, dann ist das halt so.
Und die Danksagung für die Hochzeit? Na, auf eine Woche mehr kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Und wie ich hier so sitze, mit meinem Sekt, denke ich an meine liebe Omi, die mittlerweile beerdigt wurde. Und sie sagt zu mir: "Liebchen, mach dich doch nicht verrückt. Alles zu seiner Zeit!"
Ich glaube, sie hat recht.

Deshalb genieße ich gerade im Augenblick die von der Sonne gewärmten Balkonfliesen unter meinen Füßen, das zirpen der Grillen, den Blick auf die Kirche und auf die wunderschöne Birke vor unserem Balkon, lausche dem Klappern von Besteck von nebenan und den Anblick der ständig wechselnden Wolkenformationen am Himmel.
Und plötzlich ist das Leben wieder schön.

Das alles ist für mich ein kleines Wunder, und meine Omi hat das Wunder für mich gemacht.

04 Juli 2009

So ein Kack....

Man stelle sich vor:
2 Erwachsene (frisch verheiratet), 1 Kind - notwendiges Anhängsel;
Flitterwochen in Griechenland, Erdgeschoss, oft Besuch von einer Landschildkröte, ein meist nacktes Kind auf der eigenen und den Nachbarterrassen.

Situation: Die Nachbarn kommen am frühen Abend heim. Unser Kind (16 Monate alt) lief den ganzen Nachmittag nackt herum und hatte Spass - auch auf der Nachbarterrasse. Wir (die Eltern) tranken seit 13 Uhr Dosenbier. Unser Kind hatte offenbar eine Notdurft verrichtet, die wir nicht bemerkten. Reaktion der Nachbarin: " OHHHH, was hat uns denn da auf die Terrasse gekackt???!!!"
Rebi: "Hm, die Schildkröte war heute wieder da....."

17 Mai 2009

Der feine Unterschied....

....zwischen Hunden und kleinen Kindern ist der, dass Hunde sich keine Unterhosen auf den Kopf ziehen.